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PASSAGE
von Christoph Hein
Das Jahr 1940
Am 10. Mai 1940 beginnt die deutsche Westoffensive: Deutsche Truppen marschieren in die neutralen Länder Belgien, Luxemburg und Niederlande ein.
Am 5. Juni setzt mit dem Vormarsch in das französische Hinterland die zweite Phase ein.
Am 14. Juni wird die französische Hauptstadt Paris besetzt.
Zwischen dem Deutschen Reich und der neuen französischen Regierung unter Philippe Pètain wird am 22. Juni 1940 im Wald von Compiègne der Waffenstillstand unterzeichnet.
Pètain, seit dem 17. Juni "Chef des neuen französischen Staates", verlegt am 1. Juli den Regier-ungssitz von Paris nach Vichy in den unbesetzten Teil Frankreichs.
Adolf Hitler trifft am 24. Oktober in Montoire mit Pètain zusammen, um über eine mögliche Zusammenarbeit zu verhandeln. Obwohl keine konkreten Absprachen getroffen werden, beginnt mit diesem Tag die Kollaboration der Vichy-Regierung mit Hitler-Deutschland.
Der Abschluß des deutsch-französischen Waffenstillstandsvertrags bringt für die im französischen Exil lebenden deutschen Flüchtlinge schmerzliche Konsequenzen mit sich. Die im §19 des Vertrags vorgesehene Auslieferung deutscher Auswanderer an das deutsche Reich löst unter den Betroffenen Panik aus. Ihr Schicksal ist nahezu besiegelt: Wem die Flucht über die Pyrenäen nach Spanien nicht mehr gelingt, wird in Lagern im unbesetzten Südfrankreich interniert und auf Verlangen an die Gestapo ausgeliefert. Auch der Untergrund bildet keinen ausreichenden Schutz vor Verhaftung. Mitglieder der Gestapo spüren die deutschen "Staatsbürger" auch in den besten Verstecken auf...
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Der Autor
Und mit Zorn oder Hass kann ich nicht schreiben, denn ich muss es verstehen. Ich muss es nicht entschuldigen, aber ich muss es ja klar und mitleidslos sehen. Ich kann nicht schreiben von außen, ich kann nur schreiben, wenn ich dazugehöre. Ich bin mit keiner einzelnen meiner Figuren identisch, aber mit der Gesamtheit schon.
(Christoph Hein im Gespräch mit Conny Lösch, Junge Welt, 18./19. Oktober 1997)
Christoph Hein steht im Verdacht, zu jener seltenen Klasse von literarischen Gestalten zu gehören, die, kraft der Höhe ihres poetischen Vermögens, über den Gattungsschranken stehen. Dieser endgültig letzte Vertreter der schlesischen Dichterschule ist auf dem Weg, ein deutscher Dichter zu werden.
(Peter Hacks)
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Christoph Hein
geboren 1944 in Heinzendorf/Schlesien, aufgewachsen in einer sächsischen Kleinstadt; ab 1958 Besuch eines humanistischen Gymnasiums in Berlin-West; seit 1960 wieder in der DDR;
nach dem Abitur zunächst nicht zum Studium zugelassen;
Montagearbeiter, Buchhändler und Regieassistent an der Berliner Volksbühne. Studierte von 1967 bis 1971 Philosophie und Logik in Leipzig und Berlin; war danach seit 1971 zunächst als Dramaturg, ab 1973 als Autor an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz engagiert.
Seit 1979 freischaffend. Stücke (Schlötel oder Was solls 1974, Der neue Menoza oder Geschichte des kumbanischen Prinzen Tandi 1982, Die wahre Ge-schichte des Ah Q 1983, Passage 1987, Ritter der Tafelrunde 1989), Übersetzungen, Bearbeitungen, Novellen und Erzählungen (Drachenblut 1982, Horns Ende 1985, Der Tangospieler 1989).
1992 aufgenommen als Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.
1998 Präsident des Pen-Zentrums Deutschland.
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Das Ensemble
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Ruth Königstein:
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Ulrike Schmid
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Kurt:
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Stephan Wurfbaum
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Rosa Grenier:
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Birgit Geuer
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Lenka:
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Brigitte Hillemacher
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Otto:
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Claus Cremer
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Hirschburg:
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Michael Strack
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Lisa:
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Susanne Offermann
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Marie Grenier:
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Antje Heinicke
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Paul Joly:
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Stephan Erdtmann
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Von Studnitz:
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Rüdiger Nippold
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Kistner:
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Christine Sabrowski
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Denken Sie nach. Zwei, drei Züge voraussehen, alle möglichen Reaktionen des Gegners einplanen, das ist alles. In unserer Situation ist es lebensnotwendig, das zu lernen...

Das Zittern ist mir vertraut. In mir ist alles in Unruhe.
Ich könnte immerfort umherrennen.
Wie ein eingesperrtes Tier. Wie ein eingesperrtes Tier an den Gitterstäben...
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Inszenierung/Regie:
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Wolfgang Schmitz
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Bühnenbild:
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Elvira Franzen
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Technische Leitung:
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Brigitte Hillemacher,
Franz Geuer
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Licht & Ton:
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Torsten May
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Kostüme:
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Susanne Offermann
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Maske:
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Claudia Jung
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Requisite:
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Birgit Geuer
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Regieassistenz
und Souffleuse:
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Annette Feldmann
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Graphik & Layout:
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Lutz Kupferschläger
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