Trainermonolog von Thomas Brussig
Inszenierung:
Wolfgang Schmitz
Es spielt:
Michael Strack
Pressefotos:
Lutz Kupferschläger
aixpertentheater mit Aachener Erstaufführung am Tivoli
aixpertentheater mit Fußballstück bei der Alemannia
Solostück über einen Fußballtrainer in den Umkleidekabinen der Aachener Alemannia
Zur Fußball-WM aixpertentheater mit Trainermonolog am Tivoli
Fußball WM in Asien. TV-Übertragungen zu für Kneipenbesuche untauglichen Zeiten zwischen 11 und 15 Uhr. Schlechte Chancen für nachbarschaftliche Grillgelage mit Länderspielen auf Großleinwänden. Das aixpertentheater nimmt daher kurzfristig LEBEN bis MÄNNER, einen humoresken Trainermonolog von Thomas Brussig, ins Programm. Somit finden Theaterfreunde wie Fußballfans Gelegenheit, sich während der WM auf dem Tivoli und in den Umkleidekabinen der Alemannia mit der schönsten Nebensache der Welt zu beschäftigen.
Thomas Brussig, gerühmt für seinen Roman "Helden wie wir" und seine Vorlage für Leander Haussmanns Film "Sonnenallee", stellt einen Menschen vor, der immer am Rand stand, im wörtlichen und übertragenen Sinne. Er ist Fußballtrainer einer Provinzmannschaft und kommt ins Reden. Der obsessive Trainermonolog, der zunächst wie die komische, aber kenntnisreiche Tirade eines vom Fußball beseelten Menschen anmutet, wird zur Abwehrschlacht eines Lebens. Er liefert Fundstücke aus der fortwirkenden Vergangenheit, über das Erziehen und Trainieren junger Menschen wie über elementare Zusammenhänge von Fußball, Politik und Frauen.
"Denn rein von der Evolution her kamen wir von den Bäumen runter, nahmen die Füße zum Laufen, die Hände für alles übrige, Töpfern, Mozart, Beethoven - wir wussten, wie wir klarkommen in der Welt. Die großen Tragödien waren Kriege, Seuchen und
Naturkatastrophen. Bis 1867. Da haben wir plötzlich angefangen, Fußball zu spielen."
Passend zur Fußball-Weltmeisterschaft, hat sich Regisseur Wolfgang Schmitz einen authentischen Spielort gewünscht und auf Anfrage bei Pressesprecher Avy Tiedemannn von Alemannia Aachen eine prompte Zusage erhalten. Somit gerät diese Aachener Erstaufführung auch zu einer originellen Kooperation zwischen Fußball und Theater
"Noch nie n Trainer gesehen? Bitte, ich hab nichts zu verbergen. Seh' ich aus wie einer, der was zu verbergen hat?..."
Nach DER ANSAGER EINER STRIPTEASENUMMER von Bodo Kirchhoff, der sehr erfolgreichen Produktion aus der Spielzeit 1999/2000, will Darsteller Michael Strack mit diesem Trainer-Monolog an ungewöhnlicher Spielstätte sein schauspielerischen Potential bereits zum zweiten Mal in einem Theater-Solo unter Beweis stellen.