|
>>
|
D A S S T Ü C K |
|
CRIMINAL HEARTS
Das Schlafzimmer einer teuren Eigentumswohnung in Chicago. Es ist drei Uhr morgens und vollkommen dunkel. Daher sieht man nicht, wie leer es ist. Auf dem Boden nichts außer einer Matratze mit Seidenbezügen und eine Wüstenei von leeren Pizzakartons, Dr. Pepper-Dosen und Hunderten von gespitzten Bleistiften.
Criminal Hearts, dabei handelt es sich um eine kurzweilige, schwarze Komödie über zwei völlig unterschiedliche und sehr skurrile Frauentypen. Die eine, eine romantische Mittdreißigerin, lebt seit kurzer Zeit alleine in einer leergeräumten Wohnung, nachdem ihr Ehemann ausgezogen ist und dabei die gesamte Einrichtung mit in die neue Wohnung genommen hat.
Natürlich schlechte Voraussetzungen für die andere, eine professionelle Ganovin, die maskiert und bewaffnet eines Nachts auftaucht und kein Diebesgut vorfindet. In dieser Situation kommen die beiden Frauen ins Gespräch und das Leben schlägt einen Purzelbaum.
Zwei Stadtneurotikerinnen in einer schwarzen Komödie über die therapeutischen Vorzüge einer kriminellen Karriere.
|
| nach oben |
|
|
Der Autor
|
Jane Martin
verzweifelt gesucht!
Die Geschichte der Jane Martin beginnt Anfang der Achtziger Jahre im amerikanischen Actors Theatre in Louisville. Oder auch nicht so genau weiß es eigentlich niemand.
Die Öffentlichkeit hat bis jetzt nie erfahren, wer die in den USA sehr erfolgreichen Stücke wie "Hören Sie mal", "Lebenszeichen" oder auch "Jack und Jill. Eine Liebesgeschichte" eigentlich schrieb.
Vielleicht beginnt die Geschichte 1981 als der Regisseur des Actors Studio Jon Jory, eines Tages einen unbeschrifteten, braunen Umschlag auf seinen Tisch vorfindet, der ein Stück mit dem Titel "Talking with" enthält. Die Autorin ist eine gewisse Jane Martin.
Jon Jory, der 11 Jahre lang exklusiv alle Uraufführungen ihrer Stücke inszenieren durfte, scheint der Einzige zu sein, der direkten Kontakt zu der Autorin hat. Schauspieler des Actors Theatre bestätigen Jory einen regelrechten Draht zu Miss Martin. Er verfüge über ein ausgezeichnetes Verständnis sowohl der Stücke als auch der Person und würde auch kleine Änderungen an Stücken und Text immer umgehend mit ihr besprechen können. Viele glauben "Jane Martin" könne niemand anders als Jon Jory selbst sein. Auf direktes Nachfragen gibt er keine eindeutige Antwort auf die Frage nach Miss Martins Identität, dementiert nicht einmal die Vermutung selbst Autor der Stücke zu sein.
Wer immer sich hinter dem Pseudonym Jane Martin verbirgt, bevorzugt die Anonymität. Eine eher ungewöhnliche Haltung in einem Zeitalter der Stars.
"Sie möchte nicht über Theaterstücke sprechen. Sie möchte sich nicht gefühlsmäßig mit einer Rolle in der Öffentlichkeit auseinandersetzen müssen. Sie glaubt nicht, dass es gut für sie wäre."
(Jon Jory)
|
| nach oben |
|
|
Die Inszenierung
von Ruth Rebiere

|
TROTZ ALLER KOMÖDIE
Raus aus dem Schneckenhaus!!!
"Was zwei Menschen heutzutage noch verbindet, ist Vertrauen und die Sprache, und jetzt sieh uns beide an. Ist es soweit gekommen? Gewalt, Waffen? Ich ziele mit einer Pistole auf dich, es ist nicht zu glauben! Man hat mir alles weggenommen, und ich bin dabei Menschen umzubringen. Was für ein Leben ist das?..."
"Vertrauen ist Scheiße, für Dummköpfe, glaub mir. Vertrauen stachelt die Leute erst an, dich zu bescheißen. Das weißt du. Trau ihnen nicht, und du hilfst ihnen, ehrlich zu bleiben. Trau keinem, halt den Mund. Was einer weiß, das spielt er aus gegen dich..."
"Ich habe nie das dargestellt, was ich war, weil diese Dinge sind so vage, so nebulös, dass ich mich dafür geschämt habe Ich habe mich dafür geschämt. Immer mehr, bis ich mich in mich selbst zurückgezogen habe wie eine Schnecke und nicht mehr raus konnte, weil da niemand war, der hätte rausgehen können..."
"Ich taumle ins Leere, du bist der einzige Mensch, dem ich glaube und du verweigerst mir die Wahrheit!..."
"Und deshalb gehe ich raus, weit weit raus, an dir vorbei, um dafür zu sorgen, um dafür zu sorgen, dass ich noch ein paar wahre Dinge aufnehmen kann, ehe es zu spät ist..."
Verlassene Frauen reagieren sehr unterschiedlich
Tränen oder Arbeitswut und Selbstzweifel
München (dpa). Verlassene Frauen weinen sich nach der Trennung von ihrem Freund am liebsten bei ihrer besten Freundin aus. Rund 41 Prozent der Betroffenen lassen ihren Tränen nach dem Beziehungs-Aus freien Lauf.
Das ergab eine gestern veröffentlichte Umfrage der Zeitschrift "Freundin". Jeweils mehr als ein Drittel der Frauen stürzt sich in die Arbeit (36%). 17 Prozent der betroffenen Frauen essen laut Umfrage aus Trennungsfrust Schokolade, 16 Prozent verausgaben sich beim Tanzen in der Disko, 15 Prozent trinken erst einmal eine Flasche Wein.
Immerhin 9 Prozent der verlassenen Frauen schmieden Rachepläne gegen ihren Ex, 6 Prozent reagieren sich beim Zerreißen gemeinsamer Fotos ab. 5 Prozent wollen sich vor lauter Schmerz mit längst verflossenen Partnern trösten und rufen diese an. Für die repräsentative Erhebung wurden 1200 Frauen im Alter zwischen 20 und 35 Jahren befragt. Mehrfache Antworten waren möglich.
|
| nach oben |
|
Das Ensemble
v. links: B. Hillemacher, C. Cremer,
B. Geuer, J. Ustal
|
Ata, steckt tief in der Tinte
Brigitte Hillemacher
Bo, hat es nicht mit der Wahrheit
Birgit Geuer
Robbie, Bos Schmierensteher
Jemal Ustal
Wib, ein Mann im schlimmsten Wortsinn
Claus Martin Cremer
Mrs. Carnahan, eine Stimme im Off
Resi Schmidt
Regieassistenz Resi Schmidt
Licht und Ton Torsten May
Bühnenbild Claus Martin Cremer,
Michael Strack
Maske Claudia Jung
Kostüme Brigitte Hillemacher
Requisite Birgit Geuer
Dramaturgie Wolfgang Schmitz
Design/Fotos Lutz Kupferschläger
Inszenierung Ruth Rebiere
|
| nach oben |
« zum aktuellen Spielplan | Seite drucken |
|
|
© aixpertentheater · Impressum
|
|